Das Channel Country im Outback ist eines der trockensten Gebiete Australiens. Trotzdem wird dort seit 150 Jahren Viehzucht betrieben. Das Leben ist hart, staubig und eintönig. Die Dürre der vergangenen Jahre war extrem. Aber alle fünf bis zehn Jahre verwandelt sich diese Welt, explodiert buchstäblich das Leben, und die Wüste blüht. Nach den außergewöhnlich starken Monsunregen im Januar und Februar 2004 dringt mehr Wasser als sonst in die ausgetrockneten Flussbetten und fließt durch unzählige kleine Kanäle, Bäche und Spalten langsam nach Süden in Richtung auf den Lake Eyre-Salzsee. Die Natur erwacht wie nach einem langen Schlaf. Riesige Schwärme von Wasservögeln tauchen plötzlich auf, und die Rinderzüchter strahlen, denn ihr Land steht unter Wasser. Filmautor Gerd Pohlmann beobacht, wie sich dieses Naturschauspiel auf das Leben der Familien auswirkt, deren Farmen 50.000 Hektar und noch größer sind und in der Regel Hunderte von Meilen auseinander liegen. Das einzige Transportmittel ist das Sportflugzeug. Fliegen ist eine Selbstverständlichkeit für alle Familienmitglieder, und sei es, um die Kinder zum Geburtstag des Nachbarkindes, 200 Kilometer entfernt, zu bringen.