Als die jungen Bären ankommen, sind sie hungrig und unterkühlt. Der Tierschützer und Naturfotograf Vaclav Chaloupek versorgt die Kleinen und ruft sofort den Arzt an. Die beiden Tiere, ein Weibchen und ein Männchen, sind gesund und bekommen Impfungen und einen Widererkennungschip. Verdünnte Ziegenmilch ist ihre erste Nahrung.

Der Tierschützer hat große Erfahrung in der Aufzucht von Bären, und alles scheint nach Plan zu laufen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass die beiden dank seiner intensiven Pflege nicht nur unermüdlich im Nachfordern von Milch sind - in einem Vier-Stunden-Rhythmus -, sondern bald anfangen, das Haus zu erobern. Nichts mehr ist vor ihnen sicher: Stifte, Zeitungen, Bälle - alles, was sie finden, wird untersucht. Vor allem aber zeichnet sich von vorneherein ab, wer der Clevere und wer der Frechere der beiden ist. Wie in der Natur, so messen die beiden ihre Kräfte in ständigen Spielkämpfen.

Vaclav Chaloupek entschließt sich, nach sechs Wochen den ersten Spaziergang ins Freie zu wagen. Das Männchen, das immer forsch das Weibchen verprügelt, ist, wie Vaclav erwartete, der "Hasenfuß". Während sie vorsichtig das Neue abtastend bis zur Türe geht und ins Freie schnuppert, dreht er am Absatz um. Vaclav muss schließlich beide zu ihrem Glück zwingen. Der erste Ausflug krempelt das Leben der kleinen Bären um. Vaclav zeigt ihnen, wie man balanciert und dass man am Seidelbast nicht naschen darf.