Die meisten Menschen denken, allein Afrika sei die Heimat der Löwen. Jedoch lebten sie einst in Griechenland, in der Türkei, sie durchstreiften die Halbwüsten Asiens bis an die östliche Grenze Indiens. Und es sind die Jahreszahlen bekannt, an denen in jedem Land der letzte Löwe an einer Gewehrkugel starb.

Gerade mal ein Dutzend Löwen hatte in einem kleinen Waldstück im Nordwesten Indiens die Jagdlust der Menschen überlebt, als sie in ihrem Wald unter Schutz gestellt wurden. Der König der Tiere begann, um sein Überleben zu kämpfen. Mittlerweile gibt es wieder über 400 asiatische Löwen - sie im Nationalpark Gir Forest aufzuspüren und mit der Kamera zu verfolgen, ist ungleich schwieriger als in den Savannen Afrikas.

In ihrem Wald, in dem verkrüppelte Teakbäume und Akazien die Sicht versperren, muss das Filmteam den Raubkatzen zu Fuß folgen, um sie vielleicht vor die Kamera zu bekommen. Als einzige Waffe einen Stock in der Hand, macht sich das Team auf die Suche nach den Löwen und entdeckt nach und nach, dass sich asiatische Löwen und ihre Verwandten in Afrika zwar äußerlich stark ähneln, doch ihr Sozialleben ist grundverschieden. Die Löwen im Gir Wald zu filmen ist jedenfalls ein großes Abenteuer, und je länger es dauert, umso mehr erfährt das Team, dass bei allen Schutzbemühungen des Nationalparks die Zukunft der letzten Löwen Asiens doch ungewiss ist.