Auf der Heimreise von einer Südseeinsel schließt der junge Anwalt Adam Freundschaft mit einem geflüchteten Sklaven. Das Erlebnis der Brüderlichkeit verändert nicht nur sein Leben.

Adams Tagebuch entfesselt 1936 auch die Schöpferkraft eines Komponisten und bringt 1973 eine Journalistin dazu, einen Atomunfall zu verhindern. Die Raum und Zeit überwindende Kettenreaktion setzt sich bis in die ferne Zukunft fort, in der eine geklonte Arbeiterin verbotenerweise ein menschliches Bewusstsein entwickelt.

Drei Regisseure erzählen sechs Geschichten, die einen Zeitraum von 500 Jahren umspannen. Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern gelingt ein bildgewaltiges Menschheitsepos mit Starbesetzung.

Im Jahr 1846 wird der junge Notar Adam Ewing auf einer entlegenen Pazifikinsel mit den Schrecken der Sklaverei konfrontiert. Er vertraut die schockierende Erfahrung seinem Tagebuch an, nicht ahnend, dass seine bewegenden Schilderungen knapp hundert Jahre später den talentierten Komponisten Robert Frobisher zu seinem Opus Magnum inspirieren: das Cloud Atlas Sextett.

In leidenschaftlichen Briefen an seinen Liebhaber Rufus Sixsmith beschreibt er seine künstlerische Vision einer niemals endenden Seelenwanderung. 1973 übergibt Sixsmith, inzwischen ein alter Mann, die Briefe seines Geliebten an die Journalistin Luisa Rey, die über einen Atomskandal recherchiert. Ihr aufgeweckter junger Nachbar schreibt die abenteuerliche Geschichte nieder, doch erst 2012 verarbeitet der Autor Dermot Hoggins sie zu einem Bestseller. Der Erfolg des Buches verwickelt den Verleger Timothy Cavendish in eine teuflische Intrige: Gegen seinen Willen landet er in einem Sanatorium, das sich als heimtückisches Privatgefängnis entpuppt.

Ein Video von seiner Flucht ermutigt im Jahr 2144 die geklonte Kellnerin Sonmi-451 zu einer Rebellion gegen das totalitäre Regime der Zukunft. In der postapokalyptischen Welt des Jahres 2346 ist Sonmis Botschaft vom friedlichen Zusammenleben der Menschen zu einer tröstlichen Religion geworden.

Gemeinsam mit den "Matrix"-Machern Andy und Lana Wachowski sprengt Tom Tykwer die Grenzen des Kinos. Der berauschende Bildersturm nach dem gleichnamigen Bestseller von David Mitchell verflicht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem faszinierenden Epos über die unendlichen Möglichkeiten des Schicksals.

Gemäß dem verbindenden Motiv der Seelenwanderung verkörpern Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent und Ben Whishaw sechs verschiedene Rollen in jeweils anderen Zeitebenen. Dabei verknüpft "Cloud Atlas" mit spielerischer Leichtigkeit Genres wie Abenteuerfilm, Thriller, Fantasy und Endzeitdrama. Schöpferischer Höhepunkt dieses filmischen Wunderwerks ist jedoch die Science-Fiction-Episode, die Erinnerungen an "Blade Runner" wachruft.

Darsteller:
Dermot Hoggins/Zachry: Tom Hanks
Jocasta/Luisa Rey/Dr. Ovid: Halle Berry
Timothy Cavendish: Jim Broadbent
Giles Horrox/Lloyd Hooks: Hugh Grant
Madame Horrox/Ursula/Abbess: Susan Sarandon
Robert Frobisher/Georgette: Ben Whishaw
Adam Ewing/Chang/Adam: Jim Sturgess
Kupaka/Joe Napier/An-Kor-Apis: Keith David
Haskell Moore/Tadeusz: Hugo Weaving
Old Salty Dog/Mr. Meeks: Robert Fyfe
Tilda/Megans Mutter/Sonmi-451: Doona Bae
Talbot/Yoona-939/Rose: Xun Zhou
Rufus Sixsmith/Archivist: James D'Arcy
und andere
Musik: Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil
Kamera: John Toll und Frank Griebe
Drehbuch und Regie: Tom Tykwer, Lana und Andy Wachowski