Was wäre eine Harzreise ohne Besuch auf dem Brocken – mit mehr als 1.100 Metern immerhin Norddeutschlands höchster Berg. Ganz gemütlich und gleichzeitig sehr nostalgisch erreichen Eisenbahnfans den Gipfel in den Zügen der Harzer Schmalspurbahn; gezogen von einer Dampflok rollen die Waggons der "Brockenbahn" aufwärts.

Abwärts lohnt sich allemal eine Wanderung, etwa ins romantische Ilsetal, dem schon Heinrich Heine in den Aufzeichnungen seiner "Harzreise" ein Denkmal setzte. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt Wernigerode mit seiner beeindruckend gut erhaltenen Fachwerk-Altstadt. Wer nicht gerne in Gruppen unterwegs ist, kann die Sehenswürdigkeiten mit städtischen Apps per Handy erkunden. Manche Entdeckungen verdanken sich dann aber doch der Ortskenntnis der Einheimischen, etwa ein Besuch beim Korb- und Bürstenmacher oder in Europas kleinster Porzellanmanufaktur.

Für Herzklopfen sorgt ein Besuch an der Rappbodetalsperre, mit 106 Metern Deutschlands höchste Talsperre. Sie ist von einer gigantischen Hängebrücke aus Stahl zu bestaunen: 458,5 Meter lang können Mutige in luftiger Höhe über das Bodestaubecken spazieren. Wer noch mehr Kick braucht, fliegt am Drahtseil mit der "Megazipline" darüber hinweg.

Eine ganz andere Annäherung an den Harz und seine Menschen bietet der Besuch in einem ehemaligen Bergwerk. Bei Sangerhausen liegt das Erlebniszentrum Bergbau; hier begleiten kundige Führer Interessierte in knapp 300 Meter Tiefe hinunter und erklären sehr unterhaltsam während eines Rundgangs im Röhrigschacht, wie sich der Abbau des Kupferschiefers über 800 Jahre lang im südlichen Harzvorland entwickelt hat, bevor er 1990 eingestellt wurde - und was es mit den Fummelhölzchen auf sich hatte. Aber Sangerhausen ist auch für sein Rosarium berühmt: Die weltweit größte Rosensammlung ist ein Muss für Romantiker und Gartenliebhaber.

Ein Film von Dagmar Hase