Die einen halten "Hartz IV" für gescheitert, wollen das System grundlegend ändern oder sogar ganz abschaffen. Die anderen sprechen von einem Erfolgsmodell. Was davon stimmt? Hartz IV – Fluch oder Segen?

Die Dokumentation "Der Hartz IV-Report" stellt die Sozialreform auf den Prüfstand, faktenreich, pointiert und emotional. Die Filmautorin Katrin Wegner gibt den Menschen hinter Statistiken und Zahlenkolonnen ein Gesicht. Immerhin rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leben im System Hartz IV. Und das mitten im Wirtschaftsboom, wo Arbeitskräfte händeringend gesucht werden? Wie kann das sein? Woran liegt das?

In wenigen Wochen wird das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob die Sanktionen bei Hartz-IV-Empfängern gegen die Verfassung verstoßen. Wie wichtig ist das Druckmittel überhaupt? Funktioniert Hartz IV auch ohne? Fordern und Fördern war das Versprechen einer der größten Sozialreformen der jüngeren Geschichte. 15 Jahre später diskutiert ganz Deutschland, allen voran die Parteien, über das Schicksal von Hartz IV.

Angst vor sozialem Abstieg, Aufstieg durch Leistung, Arbeit muss sich lohnen – es geht bei der Diskussion um Hartz IV längst um mehr als Grundsicherung zum Leben, es geht um das ganze Paket soziale Gerechtigkeit. Das zeigen die Ergebnisse der exklusiven Umfrage für den Film beeindruckend deutlich. So stimmen 94 Prozent der Bundesbürger der Aussage zu: "Menschen, die arbeiten, müssen am Ende mehr in der Tasche haben als Hartz-IV-Bezieher".

Baustelle Hartz IV - Abriss, oder reichen ein paar Reparaturen? Wenn ja, wie müssten die aussehen? "Der Hartz IV-Report" sucht Antworten auf diese Fragen, sortiert Fakten und Erfahrungen bei Verantwortlichen, Experten und Betroffenen.