Tausende muslimischer Männer und Jungen wurden in den 1990er Jahren im ehemaligen Jugoslawien brutal ermordet und gequält. Insgesamt wurden 130.000 Menschen getötet und vier Millionen vertrieben. Verantwortlich für die ethnischen Säuberungen war General Ratko Mladic, Kommandant der VRS, der "Armee der Republik Srpska". Sein Beiname: Der Schlächter von Bosnien.

Während der Konflikte schufen die Vereinten Nationen einen Gerichtshof zur Verfolgung mutmaßlicher Kriegsverbrecher. Der meistgesuchte von ihnen war General Ratko Mladic. Die Anklage gegen ihn umfasst zwei Fälle von Völkermord und fünf Fälle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Verfolgung, Mord, Vernichtung, Deportation und den unmenschlichen Akt der Vertreibung.

Robert Miller und Henry Singer haben mit "Der Schlächter von Bosnien – Der Mladic-Prozess" ein packendes und dreidimensionales Bild dieses hochkomplexen Prozesses erschaffen. Zusammen mit bislang unveröffentlichtem Archivmaterial macht dies ihren Film zu einem wichtigen Dokument einer der düstersten Phasen der europäischen Geschichte.

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Dokumentarfilm von Robert Miller und Henry Singer

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