"Die Anden am Äquator" ist eine Reportage über die Rettung des vom Aussterben bedrohten Kondors in Ecuador, über Indigene, die es zu Anerkennung und gewissem Wohlstand gebracht haben, und über den Panamahut, der gar nicht in Panama hergestellt wird, sondern im Hochtal der ecuadorianischen Anden.

Sie haben es zu etwas gebracht: Die Otavalos gelten heute als die wohlhabendste Ureinwohner-Ethnie Lateinamerikas. Ihr Kunsthandwerk, vor allem gewebte Textilien, ist weltweit gefragt. Der Kunsthandwerksmarkt in Otavalo ist der bedeutendste Südamerikas. Auch politisch sind sie gut organisiert, sie stellen mehrere Bürgermeister. Vom Wappentier Ecuadors, dem Andenkondor, gibt es in Freiheit nur noch rund 50 Tiere. Nahe der Hauptstadt Quito am Fuße des Vulkans Cotopaxi befindet sich die Zuchtstation Parque Condor. Hier sind schon mehrere Kondorküken geschlüpft. Wenn sie anfangen zu fliegen, bekommen sie einen GPS-Chip an die Flügel und werden bald darauf in den Anden ausgewildert. Entlang des berühmten und heute touristisch genutzten Inkapfades geht die Reise durch die Anden bis zur Inka-Ruinenstadt Ingapirca, dann mit einem der zu Bussen umgebauten Lastwagen, dem praktischen, aber waghalsigen öffentlichen Verkehrsmittel der Anden, nach Cuenca. Das schöne, kleine Städtchen ist das Zentrum der Panamahut-Produktion.

Ein Film von Peter Sonnenberg