Drei Millionen Menschen machen jedes Jahr Urlaub auf Gran Canaria, allein Maspalomas hält hunderttausend Betten für die Besucher parat. Dennoch findet man im Süden und im Inselinneren immer noch verträumte Dörfer und fast unbewohnte Täler, das unbekannte Gran Canaria.

In Maspalomas brüten in der Charca, einem erst vor Kurzem angelegten Süßwassertümpel, inzwischen wieder seltene Wasservögel. Der Film begleitet den Leiter der Umweltbehörde von Gran Canaria, wenn er früh morgens am Rande der Charca in Tarnkleidung Teichhühner fotografiert. Das ist sein Hobby. Seine große Sorge aber gilt den zunehmenden Stürmen, die bewirken, dass immer mehr Dünensand ins Meer getragen wird. Was kann getan werden, um die Dünen von Maspalomas zu retten?

Am Stadtstrand von Las Palmas, in Las Canteras, trainiert regelmäßig eine der besten Lucha-Canaria-Kämpferinnen der Kanaren, Soledad Guerra. Sie schafft es, sogar einen 110-Kilogramm-Mann aufs Kreuz zu legen.

In der Altstadt von Las Palmas, in La Vegueta, hat die junge preisgekrönte Modedesignerin Aurelia Gil ihr Atelier.

Im verträumten Dorf Tejeda verrät die Zuckerbäckerin Rosa Marí Medina Vega das Rezept für ihre berühmte Mandeltorte, und in Galdár erzählt eine Archäologin, woran die Ureinwohner, die Guanchen, einst glaubten. La Gomera ist die kleine Schwester von Gran Canaria. Wer hier lebt und arbeitet, hat sich für ein Leben in Muße entschieden – so wie der Schuhmacher Domingo, der aus einem Hobby seinen Beruf machte. Der Film zeigt, wie Kinder die gomerische Pfeifsprache El Silbo erlernen. Er stellt den zauberhaften Nationalpark Garajonay vor und den besten Koch der Insel, der ein ganzes Menü aus Bananen zaubert. Der Film zeigt auch, wie Palmhonig ökologisch korrekt hergestellt wird, und warum man bei seiner Herstellung schwindelfrei sein muss.

Ein Film von Sigrid Faltin