Jörg Maurers Romane zeichnen sich durch bayrisch-trockenen Sprachwitz und grotesk-komische Plots aus. Kommissar Jennerwein, ein Einheimischer wie sein Autor, und sein Ermittlerteam aus Provinzpolizisten lösen am Ende selbstverständlich auch die vertracktesten Fälle – ohne Amtshilfe aus München; denn Jennerwein weiß, wie man im bayerischen Oberland lebt und stirbt.

Jörg Maurers phantasievolle Kriminalgeschichten sind schon lange Bestseller und Kult. Sie spielen alle in und um Garmisch-Partenkirchen, im Werdenfelser Land. Dort schreibt er vor allem im Sommer, im Winter ist er auf Lesereise. In Klaus Ickerts Film zeigt Jörg Maurer seine Lieblingsschreibplätze, führt zu einigen seiner Tatorte und zeigt eine Probe für die bevorstehenden musikkabarettistischen Lesungen.

Jörg Maurer wurde 1953 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Nach dem Abitur zog er nach München, um dort Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft zu studieren. Seine Magisterarbeit schrieb er über Arno Schmidt. Fünf Jahre arbeitete er als Deutschlehrer an Münchner Gymnasien, bevor er sich für ein Leben als freier Künstler entschied. Seit 1980 ist er eine feste Größe in der Münchner Kleinkunstszene. Als Regisseur, Kabarettist und Musiker brachte er zahlreiche Produktionen heraus, von 1994 bis 2009 in seinem eigenen Theater, dem "Unterton" in München. Dann begann er seine die dritte Karriere: Er wurde Krimiautor.

Ein Film von Klaus Ickert