Rotkäppchen auf dem Fahrrad, Off-Road-Spaß im Tagebau, das Storchendorf Loshausen und die Salatkirmes in Ziegenhain – das sind einige Stationen der Erlebnisreise, die quer durch die Schwalm und das Knüllgebirge in Nordhessen führt.

Die beiden Urlaubsregionen haben sich zum Rotkäppchenland zusammengeschlossen. Das "Rotkäppchen" der Brüder Grimm soll hier zu Hause sein, weil die jungen Schwälmer Trachtenträgerinnen traditionell eine rote Kopfbedeckung trugen.

Bahnradweg "Rotkäppchenland"

Der Bahnradweg Rotkäppchenland ist 64 km lang. Das Kernstück zwischen Treysa und Wahlshausen ist die alte Bahntrasse mit rund 36 Kilometern. Die Trasse führte von Treysa über Niederaula nach Bad Hersfeld und war bekannt als die "Knüllwaldbahn". Bis 1999 wurde sie nach und nach stillgelegt. Der Bahnradweg Rotkäppchenland verbindet die "märchenhafte" Landschaft der Schwalm mit dem Fuldatal. Historische Bahngebäude, Eisenbahnbrücken, Bahnzeichen und -schilder sind ebenso Hingucker wie moderne Kunstwerke am Wegesrand. Durch die Anlage des Radweges auf einer ehemaligen Bahntrasse gibt es sanfte Anstiege und Abfahrten mit maximal 2,8 Prozent. Am Bahnhof Olberode ist der höchsten Punkt des Bahnradweges(420 Meter) erreicht. Der Radweg wird weiter von Oberaula-Wahlshausen bis Niederaula (15 km) abseits der Bahntrasse durch das Aulatal geführt. Von dort aus erreicht man auf dem Fulda-Radweg R1 die Festspielstadt Bad Hersfeld.

Das Teilstück von Neustadt(Hessen) bis Schwalmstadt-Treysa (12 km) wird stellenweise noch ausgebaut.Hier verläuft der Radweg nicht auf der ehemaligen Bahntrasse. Ausgangspunkte für eine rund 70 km lange, attraktive Tagestour sind die Bahnhöfe in Schwalmstadt- Treysa und in Bad Hersfeld. Der Bahnradweg ist eingebunden in das deutschlandweite D-Radroutennetz und zwar als Teil der D 4-Strecke, die von West nach Ost, von Aachen bis Zittau, führt.

Direkt am Bahnradweg Rotkäppchenland stehen seit Mai 2014 an zwei Verleihstationen in Schwalmstadt-Treysa und in Neukirchen (Knüll) 25 hochwertige Pedelecs bereit. Damit kann man kraftsparend durch die märchenhafte Landschaft des Rotkäppchenlandes radeln: Der zuschaltbare Motor der Pedelecs bietet echte Unterstützung bei Anstiegen oder längeren Touren und reicht bis zu 100 km. Die Räder haben eine 7-Gang-Nabenschaltung, eine Rücktrittbremse sowie einen Mittelmotor. Die Räder können sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen gemietet werden. Sie wurden dem Tourismusservice Rotkäppchenland mit Unterstützung des Fördervereins Europaradweg Ottrau und von der VR Bank Hessenland zur Verfügung gestellt. Die Leihgebühren dienen der Finanzierung der laufenden Kosten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Alle Informationen zur Region und Kontakte über:

Tourismusservice Rotkäppchenland e.V.
Paradeplatz 7
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Tel.: 06691 207 - 407
Fax: 06691 207 250
Homepage: www.rotkaeppchenland.nordhessen.de
Weitere Infos: www.rotkaeppchenland.de
Kontakt über: info@rotkaeppchenland.de

Verleih der Elektrofahrräder:

In Treysa:

Fischis Bike Box
Stephanstr. 10
34613 Schwalmstadt
Tel. 06691 916188
E-Mail: info@fischi-bikebox.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag, 9.00 bis 13.00 Uhr und  14.30 – 18.00 Uhr (außer Mittwoch und Samstag)

In Neukirchen:
intersport Karwacki
Kurhessenstr. 49-51
34626 Neukirchen
Tel.: 06694 1593
Infos unter: www.worldofsport.de
E-Mail: info@ worldofsport.de

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag: 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
und 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag: 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Kfz-Service Horst Hamp
Kasseler Str. 24
34630 Gilserberg
Tel.: 06696 919380
Fax: 06696 919381
Infos unter: www.kfz-service-hamp.de
E-Mail: info@kfz-service-hamp.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.00 - 18.00

Verleihpreise
1 Tag: 20,00 Euro
½ Tag ( 4 Stunden): 15,00 Euro
3 Tage: 50,00 Euro

Zum Verleih ist ein gültiges Ausweisdokument erforderlich.

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Förderverein Europaradweg Ottrau e.V.

Schilder, die die gefahrenen Kilometer am Bahnradweg "Rotkäppchenland" anzeigen, müssen immer wieder erneuert werden. Vandalismus ist ein Problem. Deshalb fährt Uwe Rohland vom Förderverein Europaradweg Ottrau e.V. den Weg regelmäßig ab, achtet darauf, ob jedes der 72 Schilder entlang der Strecke noch steht. Alle 500 Meter ist so ein Schild angebracht.

2007 wurde der Förderverein in Ottrau gegründet, um den Bau des Radwegs voranzutreiben. Er hat inzwischen über 70 Mitglieder, doch alles kann der Verein nicht stemmen. Die fünf Anrainergemeinden teilen sich anfallende Kosten wie zum Beispiel für die Schilder, den Rasenschnitt und Gehölzarbeiten.

Heute kümmert sich der Verein unter dem Vorsitzendem Wilfried Lippert besonders um den Erhalt und die Verbesserung des Radwegs, wie zum Beispiel durch den Bau einer Schutzhütte oder Aufstellen von Sitzbänken. Der Radweg ist auf dem Abschnitt, der auf der alten Bahntrasse verläuft, als so genannte Premiumroute konzipiert. Die etwa drei Meter breite Fahrbahn ist durchgehend asphaltiert, Kreuzungen mit Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sind besonders gut ausgebaut, auf so genannte Drängelgitter wurde durchgängig verzichtet. Radfahrer genießen bis auf die Kreuzungen mit den eben genannten Straßen Vorfahrt. Die Böschungen sind durch Geländer gesichert und es gibt eine große Anzahl von Rastplätzen entlang der Strecke. Damit ist er mit allen Arten von Fahrrädern einschließlich schmalreifigen Rennrädern und Rädern mit (Kinder-)Fahrradanhängern befahrbar und ebenso für das Fahren mit Inlineskates geeignet.

Der abseits der alten Bahntrasse verlaufende Abschnitt zwischen Wahlshausen und Niederaula führt über durchgängig asphaltierte Feldwege, Dorfstraßen und eigens angelegte Radwege abseits stark befahrener Straßen durch das Tal der Aula, die in Niederaula in die Fulda mündet. Inzwischen wurde der Weg von Treysa bis Niederaula durchgängig mit dem Logo des Bahnradwegs und der Mittellandroute beschildert, an den parallel verlaufenden Straßen wurden Hinweisschilder angebracht. Vom Start auf dem Treysaer Haaßehügel bis Wahlshausen wurde der Abschnitt, der auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft vom Förderverein mit einer Kilometrierung ausgestattet, welche die vollen und halben Kilometer anzeigt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Förderverein Europaradweg Ottrau e.V.
1. Vorsitzender: Wilfried Lippert
Lärchenfeld 3
34633 Ottrau-Weißenborn
Telefon: 06628 8180
Mail: wilfried.lippert@uvw-weissenborn.de

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Kunst am Radweg

Mit dem Projekt "Kunst am Radweg" bietet die Kulturinitiative "Kunst und Dunst" Künstlern die Möglichkeit, entlang des Radweges zwischen Niederaula und Neukirchen Kunstwerke aufzustellen. Die Kulturinitiative "Kunst und Dunst" möchte eine Verbindung zwischen Kunst und Kultur sowie Sport und Naherholung herstellen.

Besonders Künstler aus der Region sollen Raum für ihre Kunstwerke bekommen, so wie Helwig Klippert mit der Skulptur "Schwälmerin", der Bildhauer Kurt Makowski mit seinem Kunstwerk "Zuschauer" oder Manfred Dietz mit dem "Rastplatz".

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Kontakt

Kulturinitiative Kunst und Dunst Schwalm-Knüll e.V.
Helmut Doublier
Telefon: 06694 96230

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Naturschutz an der Schwalm

Zahlreiche Tiere und Pflanzen überleben nur in geschützten Refugien wie zum Beispiel den Leistwiesen bei Schwalmstadt. Biologen und ehrenamtliche Naturschützer betreuen heute auch im Auftrag der Behörden diese Schutzgebiete. Bei vielen ist es durchaus nicht damit getan, sie sich selbst zu überlassen, sie brauchen Pflege, damit sie ihren Charakter nicht einbüßen. In den Leistwiesen bei Schwalmstadt liegt ein bekannter Laubfroschtümpel. Dem Laubfrosch ist es in den letzten Jahren schlecht ergangen. Viele seiner angestammten Wohngebiete sind verloren gegangen. An der Schwalm ist unter anderem der Hochwasserschutz schuld, denn der hat dem Fluss seine natürliche Dynamik genommen.

Treten Flüsse bei starken Regenfällen über die Ufer schaffen sie neue Lebensräume, indem sie die Vegetation wegspülen. Das sind diese typischen Gewässer, wo der Laubfrosch seine Eier ablegen kann. Durch Begradigung der Flüsse oder auch durch riesige Rückhaltebecken wie bei Treysa, gehen diese Lebensräume verloren. Die Naturschützer setzen sich dafür ein, dass solche Auenlebensräume nachgebildet werden, damit der Laubfrosch dort eine neue Heimat finden kann.

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NABU-Schwalm-Eder
Rolf Angersbach
Geschäftsstelle:
Westheimer-Str. 10
34576 Homberg
Telefon: 05681-9392171
Mail: mail@NABU-Schwalm-Eder.de
Internet: www.nabu-schwalm-eder.de

NABU Südkreis
Dr. Wulf Rheinwald
Telefon: 06691 1549

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Rotkäppchen Lisa-Marie Schäfer

In der Schwalm haben sie das Grimm'sche Rotkäppchen für sich beansprucht, weil die jungen Schwälmer Trachtenträgerinnen hier traditionell eine rote Kopfbedeckung, eine Betzel, tragen. Das moderne Rotkäppchen heißt Lisa- Marie Schäfer und lebt in Willingshausen, einer bekannten Schwälmer Künstlerkolonie.

Lisa-Marie trägt die Schwälmer Tracht schon seit ihrer Kindheit. Jetzt verdient sie damit ihr Taschengeld, weil sie als Rotkäppchen für den Tourismusverband Rotkäppchenland auftritt. Mutter Renate hilft ihr beim Anziehen der kostbaren Erbstücke. Fünf Leinenröcke trägt Lisa- Marie übereinander. Die weiße Leinenschürze zusammen mit den Farben Rot und Gold steht für jung und unverheiratet. Einige der Kleidungsstücke sind schon über 100 Jahre alt. Eine Stunde brauchen die beiden für das Drapieren - bis aus Lisa-Marie das Rotkäppchen wird: Die Symbolfigur der Schwalm.

Im Märchenhaus von Neukirchen liest sie Kindern das Märchen vom Rotkäppchen vor. Dafür stellt ihr Heidrun Englisch vom Tourismusservice Rotkäppchenland ein ganz besonderes Hilfsmittel zur Verfügung: eine Wendepuppe mit drei verschiedenen Gesichtern (Rotkäppchen, Großmutter und Wolf), extra für das Rotkäppchenland entwickelt und auf den Philippinen genäht. Die Puppe gibt es in zwei verschiedenen Größen.

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Weitere Informationen

Tourismusservice Rotkäppchenland e.V.
Paradeplatz 7
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Telefon: 06691 207407
Internet: www.rotkaeppchenland.de

Märchenhaus Neukirchen
Marktplatz 10
34626 Neukirchen

Tourist-Information direkt im EG des Märchenhauses:
Telefon: 06694 911350
E-Mail: neukirchen@rotkaeppchenland.de
Internet: https://www.rotkaeppchenland.de/attraktionen/maerchenhaus-neukirchen

Informationen zur Märchenpuppe unter:
Internet: https://www.rotkaeppchenland.de/kultur-entdecken/eine-puppe-drei-figuren

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Kapelle Schönberg

Oberhalb von Röllshausen liegt das Wahrzeichen der Schwalm, die Kapelle Schönberg. Auf vielen Zeichnungen und Gemälden der Schwälmer Maler findet sie sich als Motiv wieder. Ihre hölzerne Vorgängerkirche soll von Bonifatius erbaut worden sein. Jahrhunderte lang ließen sich vor allem wohlhabende Bauern aus der gesamten Schwalm unterhalb der Kapelle bestatten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle lange Zeit dem Verfall preisgegeben. Bevor sie ganz einstürzte, fanden sich Bürger der Umgebung zu einer Initiative zusammen, die mehrere Millionen für die Restaurierung zusammenbrachte.

Zwei Jahre lang arbeiteten die Restauratoren an der Kirche. Im Inneren wurden bis zu 12 Übermalungsschichten festgestellt und teilweise entfernt, um uralte Fresken freizulegen. Was die Einwohner der umliegenden Dörfer zur Einweihung ihrer Kapelle beitragen konnten, das taten sie: Schwälmer Trachten, die zum großen Teil seit über 50 Jahren in den Truhe gelegen hatten, wurden wieder ausgepackt und angelegt.

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Förderverein - Kapelle Schönberg e.V.
Am Schönberg 8
34637 Schrecksbach
Telefon: 06698 1302 (Heinz Diehl)
Telefon: 06698 1321 (Gerhard Dickel)
Internet: www.foerderverein-kapelle-schoenberg-ev.de

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Die Willingshäuser Malerkolonie

Ins Herz der Schwalm, dort, wo sie am romantischsten ist, zog es vor über 100 Jahren viele Maler- vor allem aus dem Rheinland und aus Norddeutschland. Geholt hatte sie der ehemalige Offizier Gerhard von Reutern, der eine Tochter der hessischen Adelsfamilie von Schwertzell geheiratet hatte und im Willingshäuser Schloss lebte. Seine exakten Studien der Schwälmer Tracht begeisterten seine Kollegen. Viele kamen immer wieder zu monatelangen Arbeitsaufenthalten in den Ort. Vor allem die trachtentragenden Dorfbewohner waren für die Maler aus der Großstadt begehrte Modelle.

Als jedoch in Willingshausen jede Magd gemalt, jeder Baum und jeder Strauch in Öl verewigt war, zogen die Maler ins nahe Röllshausen, wo sie sich im Gasthof „Zur Schwalmperle“ niederließen. Auch hier wurde nach Kräften gezecht und gesungen, und nicht selten wurde für Kost und Logis mit einem Ölgemälde bezahlt, wenn die Barschaft zur Neige gegangen war.

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Willingshäuser Malerstübchen
Telefonische Auskunft Gemeindeverwaltung Willingshausen
Telefon: 06691 96300 oder 06697 265
Internet: www.malerstuebchen-willingshausen.de

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Die Petards aus Schrecksbach und das Burg-Herzberg-Festival

Heute ist Schrecksbach ein kleines Dorf wie viele andere in der der Schwalm. Doch das war nicht immer so. Vier taffe Schrecksbacher Jungs mischten in den 60er Jahren und Anfang der 70er im großen Musikzirkus mit: die Petards, was so viel heißt wie Knallfrösche oder Schwärmer, aber auch Skandal, Radau, Krach. Rüdiger "Roger" Waldmann war schon bei der Gründung der Petards 1964 dabei. Heute ganz bürgerlich Steuerberater, ist er das einzige Mitglied der Band, das noch in der Region lebt.

"Eine tolle Zeit war das", erinnert sich der Musiker, der auch heute gern noch mal die Bühne erstürmt und zum Bass greift, wenn die Petards-Revivel Band auftritt. Den ganz großen Durchbruch schafften sie damals nicht. 1972 war es vorbei mit der Ur-Band. Doch das Vermächtnis der Petards, das Burg-Herzberg- Festival, gibt es bis heute.

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Weitere Informationen

Tourismusservice Rotkäppchenland e.V.
Wiederholdstr. 24
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Telefon: 06691 207407
Internet: www.rotkaeppchenland.nordhessen.de

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Wasserfestung Ziegenhain und die Salatkirmes

An der einen Stelle schützt sich der Mensch vor dem Wasser, an anderer Stelle hat er es zu seinem Schutz gebraucht: Ein Teil des Schwalmwassers wird schon in der Aue weit vor Schwalmstadt abgezweigt, um es in den Wallgraben um die Stadt Ziegenhain umzuleiten. Von der alten Wasserfestung ist noch der Wallgraben erhalten, der im 30jährigen Krieg dazu beitrug, dass die Stadt nicht eingenommen werden konnte. Darauf wiederum fußt der alte Slogan: "Fest wie Ziegenhain"- was die Insassen der heute im Schloss untergebrachten "schweren Jungs" weniger belustigen dürfte. Die Haftanstalt und die Salatkirmes tragen zur Bekanntheit des Städtchens bei.

Jedes Jahr zwei Wochen nach Pfingsten wird sie gefeiert, seit Landgraf Karl dem Volk Kartoffeln schmackhaft machen wollte, wozu dann auch Salat gereicht wurde. Der Ablauf ist seither immer derselbe, was historische Aufnahmen, die mit den Bildern von der Salatkirmes 2010 verglichen werden, beweisen. Ein Höhepunkt ist stets das Défilée des Hochzeitspaares, ein Muss auch der „Schwälmer“, eine Art Nationalhymne, die mal mit mehr, mal weniger Inbrunst in Tanzschritte umgesetzt wird.

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Geschichte der Grafschaft Ziegenhain und Nidda
Eine zusammengefasste Geschichte der Grafschaft Ziegenhain und Nidda in den Niddaer Geschichtsblätter: www.grafschaft-ziegenhain.de

Internet: www.salatkirmes.de

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Museum der Schwalm in Ziegenhain

Ein Abstecher auf dem Bahnradweg nach Ziegenhain ist interessant. Die alte Wasserfestung war früher uneinnehmbar. Keiner kam rein. Heute kommt keiner raus! Hinter historischen Fassaden versteckt sich ein großes Gefängnis. Und direkt daneben: das Museum der Schwalm. Luise Musack trägt Schwälmer Tracht und trifft sich mit einer Gruppe junger Frauen im Museum der Schwalm. Sie soll dort in einem Workshop angehende Maßschneiderinnen der Max-Eyth- Schule aus Alsfeld inspirieren und unterstützen. Die machen nämlich aus alt: neu und hipp. Luise Musack zeigt den Schülerinnen, wie traditionell die Knöpfe für die Tracht gemacht werden. Auch die Weißstickerei gehört zur Schwälmer Kultur dazu, wird von den Schülerinnen aufgenommen und neu interpretiert. Den Austausch möglich gemacht haben Ruth Henkel, die Lehrerin der Massschneiderklasse und Museumsdirektor Konrad Nachtwey.

Gemeinsam heckten sie den Plan für einen generationsübergreifenden Kreativ - Workshop aus, der bereits zum zweiten Mal stattfindet. Für Nachtwey ist es wichtig, dass "das Alte aufgenommen, neu formuliert und in die Moderne transportiert" wird. Das sei die einzige Chance, alte Sachen über Jahrhunderte zu erhalten. Sie nur auszustellen, sei keine Leistung. Durch den Workshop im Museum der Schwalm wird vielleicht eine Trendwende eingeleitet: Alte Trachten wieder entdeckt und zu "junger" Mode gemacht.

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Museum der Schwalm
Paradeplatz 1
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain
Telefon: 06691-3893
Internet: www.museumderschwalm.de

Führungen für Gruppen sind nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Max-Eyth-Schule Alsfeld - Europaschule
In der Krebsbach 8
Postfach 1264
36304 Alsfeld
Telefon: 06631 96700 und 06631 967029 (Vorzimmer)
Internet: www.mes-alsfeld.de

Ansprechpartner Ausbildung zur/m MasschneiderIn:
Abteilungsleiter Friedhelm Walther

Informationen zur Ausbildung auf der schuleigenen Homepage: www.mes-alsfeld.de/interessen/textiltechnik-und-bekleidung/uebersicht

Die Max-Eyth-Schule Alsfeld ist eine Europaschule, die jedes Jahr eine europazertifizierte Modenschau gestaltet. Für dieses Prädikat muss man viele Kriterien der Europäischen Union erfüllen und dokumentieren. Die Auszubildenden haben während der Schulzeit die Möglichkeit ein Auslandspraktika in Finnland und Italien zu absolvieren.

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Storchendorf Loshausen

Direkt am Bahnradweg liegt die Kläranlage von Loshausen. Jedes Jahr kommen die Störche zum Brüten an die Kläranlage. Der beste Platz im Dorf: überschaubar, nah an den Feuchtwiesen der Schwalm - und immer bewacht. Werner Schwalm ist der Abwassermeister von Loshausen, der auch hier aufgewachsen ist. Die Störche begleiten ihn sein ganzes Leben. Lange Zeit gab es hier in der Region keinen einzigen Weißstorch mehr

Das letzte Brutpaar verschwand 1985 aus Loshausen - von 250 brütenden Paaren war keines mehr in die Schwalm zurückgekommen. Dass jetzt wieder Weißstörche brüten, ist den Loshausenern zu verdanken, weil sie sich rund ums Dorf für mehr Feuchtwiesen und Brutmöglichkeiten eingesetzt haben.

Neben der Arbeit engagiert sich Werner Schwalm für die Störche. Jede Woche klettert er aufs Silo der Kläranlage. Dort haben die Storchenfreunde eine Webcam mit Blick auf das Storchennest aufgestellt. Neben der Webcam und dem Horst an der Kläranlage haben die Storchenfreunde von Loshausen noch vier weitere Brutkörbe im Dorf aufgebaut.

Weitere Informationen

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Storchendorf Loshausen
Unter www.loshausen.de kann man durch die Storchenwebcam live am Leben der Störche teilnehmnen.

Die Storchenfreunde Loshausen haben ein eigenes Blog unter:
Internet: www.storchendorf-loshausen.blogspot.de
Hier gibt es allgemeine Informationen zum Weißstorch sowie alle Neuigkeiten über die Weißstörche der Schwalm.

Informationen über die Weißstörche in Wabern und Umgebung:
Übersicht über die Storchennester der Region Schwalm-Eder. Wer brütet wo? Und wie viele Junge sind geschlüpft? Alles unter: www.stoerche-wabern.bplaced.net

Allgemeine Informationen über Weißstörche in der Region und Hessen über:
NABU Schwalm-Eder
Geschäftsstelle
Westheimer Str. 10
34576 Homberg
Telefon: 05681 9392171
Mail: mail@nabu-Schwalm-Eder.de

HGON Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.
HGON Arbeitskreis Schwalm- Eder
Mail: hgon-hr@t-online.de

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Trachtengruppe Loshausen

Weitere Informationen

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Schwälmer Tanz- und Trachtengruppe Loshausen
Im Nonnenfeld 2
34628 Willingshausen
Telefon: 06691 71156
Mobil: 0151 55609100
Mail: info@trachtengruppe-loshausen.de
Internet: www.trachtengruppe-loshausen.de

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Restaurant "Zum hungrigen Wolf"

Das Wirtshaus "Zum hungrigen Wolf" in Neukirchen liegt direkt am Bahnradweg. Die Speisekarte verspricht, passend zum Märchen der Brüder Grimm, vom Rotkäppchen inspirierte Gerichte wie "Großmutters Eierpfannkuchen", den "Wolfsspieß" oder die "Rotkäppchensuppe."

Weitere Informationen

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Gaststätte "Zum hungrigen Wolf"
Inh. Familie Schimek
Stadtpark 1
34626 Neukirchen
Telefon: 06694 247
Mail: willkommen@neukirchen.zum-hungrigen-wolf.de
Internet: www.zum-hungrigen-wolf.de

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Stoffe für die Ewigkeit- die Mechanische Weberei Egelkraut in Trutzhain

Tausende feiner Fäden ergeben einen Stoff- für Kirchengewänder, Trachten oder Theaterkostüme. Wer kann das heute noch? Helmut Egelkraut, Weber in der dritten Generation war lange Inhaber der letzten mechanischen Weberei Deutschlands. Zum Glück hat sein ehemaliger Mitarbeiter Udo van der Kolk die Weberei gekauft und führt sie nun weiter. Alles läuft komplett mechanisch, wenn etwas hakt, reichen Hammer und Schmieröl oder der Besuch des Schlossers, um die alten Maschinen mit der Lochkartensteuerung wieder in Gang zu setzen.

Die digitale Welt ist hier nicht einmal zu erahnen. Für die Weberei waren schon die Lochkarten eine echte Revolution, denn auf ihnen befinden sich sozusagen die Muster für den jeweiligen Stoff gespeichert. Feine Fäden, feinste Stoffe, Brokat und Damast und die faszinierende Technik der Weberei- auch für Menschen, die keinen Stoff in Auftrag geben, ein lohnendes Ziel.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Weberei Egelkraut
Hauptstraße 29
34613 Schwalmstadt-Trutzhain
Telefon: 06691 3417
Internet: www.egelkraut-stoffe.de

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Trutzhain- vom Barackenlager zum jüngsten Dorf Hessens

734 Menschen leben heute in dem kleinen Ortsteil von Schwalmstadt. Schmuck herausgeputzt haben sie den Ort, der dennoch seinen Ursprung als ehemalige Barackensiedlung nicht verleugnen kann. Unter der Naziherrschaft waren tausende von Kriegsgefangenen in den Baracken untergebracht. Als die deutsche Wehrmacht 1939 zunächst erfolgreich nach Osten und Westen vorstieß, machte sie eine Vielzahl von Kriegsgefangenen. Bis zu 9000 Männer lebten im Stalag IX/A Ziegenhain. Sie waren in Arbeitskommandos zwischen Marburg und Kassel eingesetzt.

Nach der Befreiung durch die Amerikaner wurden kurzzeitig dann auch deutsche Nazis in Trutzhain interniert, später fanden jüdische Flüchtlinge hier kurzzeitig eine Unterkunft. Schließlich waren es die Heimatvertriebenen aus Ostpreußen und vor allem aus dem Sudetenland, die das Lager besiedelten. Nach wochenlanger Irrfahrt fanden sie in Trutzhain feste Unterkünfte, zuerst noch provisorisch, aber sie machten etwas daraus. Handwerkliches Geschick, Fleiß und gute kaufmännische Ideen ließen das verkommene Lager aufblühen. In den Baracken wurde gleichzeitig gewohnt und gearbeitet.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Seilerweg 1
34613 Schwalmstadt
Telefon: 06691 710662
Mail: info@gedenkstaette-trutzhain.de

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Der Landtierarzt Gunther Dorn

"Als ich herkam, war ich fasziniert, dass die Bäuerinnen noch Trachten trugen, die älteren Frauen ihre Schwälmer Trachten nicht ablegten, auch zum Arbeiten und auch, dass die Häuser so alt waren, diese Fachwerkhäuser, zum Teil aus dem 16. Jahrhundert und immer von derselben Familie bewohnt waren."

Genau danach hatte Gunther Dorn gesucht, als er einige Jahre nach der Wiedervereinigung seine Heimat in Sachsen-Anhalt verließ. Weg von den industriellen Großbetrieben, hin zu kleineren landwirtschaftlichen Höfen mit glücklichen Kühen oder Gänsen. Doch auch die Schwalm hat sich verändert, und immer weniger Landwirten wie Gerd Itzenhäuser aus Leimsfeld gelingt es, sich gegen die riesigen Betriebe mit hohen Stückzahlen zu behaupten. Itzenhäuser bringt seine Gänse in einem halben Jahr auf das Gewicht, das die Gänse in den großen Geflügelfarmen in nur 16 Wochen erreichen.

Tierärztlichen Rat benötigen allerdings auch kleine Landwirte, deren Kühe nicht trächtig werden, deren Ferkel Fieber bekommen oder deren Kälber wegen einer Infektion behandelt werden müssen. Ein anstrengender Beruf, aber Gunther Dorn liebt seinen Job. Allerdings, so stellt er fest, hat sich auch in der idyllischen Schwalm einiges verändert. "Damals fuhr man eben von Landwirt zu Landwirt, und das Vieh hatte Namen. Leider ist das jetzt wieder anders geworden. Jetzt gibt es wieder mehr Großbetriebe und die DDR hat mich im Grunde genommen eingeholt."

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Gunther Dorn
Zum Bahnhof 20
34621 Frielendorf-Leimsfeld
Telefon: 06691 6087
Mail: tierarztpraxisdorn@t-online.de

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Steinmühle Ottrau Schorbach

Ebenfalls am Radweg liegt die Steinmühle in Ottrau-Schorbach. Die Steinmühle ist eine alte Wassermühle, die einzige noch erhaltene Mühle mit intaktem Wasserrad aus dem Jahr 1909. Im Grenfftal gab es einmal 17 Mühlen.

Bis 1978 wurde in der Steinmühle Getreide gemahlen, dann wurde der Betrieb aus Kostengründen eingestellt. Konrad Kurz bietet Besichtigungen der immer noch funktionstüchtigen Mühle an. Er hat den Beruf des Müllers bei seinem Vater erlernt, der neben der Mühle auch noch ein Sägewerk betrieb und eine eigene Reparaturwerkstatt besaß.

Besucher können die komplette Mühle besichtigen. Im Antriebsraum regulieren die Antriebswellen der Zahnräder die Geschwindigkeit der Mühle. Je mehr Wasser der Müller über das Mühlrad laufen lässt, desto schneller drehen sie sich. Zwei Walzenstühle mahlen das Getreide. Zwischen den sich drehenden Walzen wird das Korn zerrieben und dann gesiebt. Bis zu 10 Mahl- und Siebdurchgänge werden benötigt, um das Mehl von der Schale zu trennen. Luise Kurz bietet Gruppen selbstgemachten Hefekuchen auf Bestellung an.

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Steinmühle Ottrau
Förderverein Steinmühle e.V.
Steinmühle 3
34633 Ottrau-Schorbach
Telefon: 06628 1018
Mail: steinmuehle@gmx.net
Internet: www.steinmühle.org

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Weberei Habbishaw in Rückersfeld

34 Einwohner hat Rückersfeld im Knüll. Und eine Weberei. Sie verarbeitet bunte Wolle zu handgewebten Teppichen. Eigentlich wollte der Seniorchef die Weberei schließen, er sah keine Perspektive in dem kleinen Dorf. Doch sein Sohn Teja Habbishaw hat den Handwerksbetrieb übernommen. Er setzt auf die Vermarktung seiner individuell designten Produkte im Internet, hat mittlerweile schon nach Asien geliefert.

Die Kunden können die Teppiche selbst konfigurieren, sich ihre Farben und Muster am PC auswählen und zusammen stellen. Zwei Weberinnen beschäftigt der junge Unternehmer, er selbst kümmert sich um den Verkauf, handwerklich arbeitet der ehemalige Waldorfschüler eher selten. Für seine Internetseite lässt er sich von den Katalogen des Großvaters inspirieren, auch der war schon als Weber tätig. Die Designs aus den 1950ger und 1960ger Jahren wirken heute schon wieder modern.

Weitere Informationen

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Weberei Habbishaw
Bauernstraße 6
34576 Homberg-Rückersfeld
Telefon: 05681 1414
Internet: www.habbishaw.de

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Tierpark Knüll

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Tierpark Knüll
Im Seckenhain 10
34576 Homberg (Efze)
Telefon: 05681 2815
Internet: www.wildpark–knuell.de

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"Böser Wolf" – Panzer- und Baggerfahren im Knüll

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Offroad Park – Böser Wolf
Hellwigwerke 4
34593 Knüllwald
Telefon: 0172 5690662
Internet: www.offroadpark-knuellwald.de

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Silbersee Frielendorf

Weitere Informationen

Weitere Informationen

www.silbersee-erlebniswelt.de
www.ferienpark-silbersee.de

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Backhaus Verna

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Auskunft erteilt Gemeinde Frielendorf
Telefon: 05684/9999-40

Kunst- und Werkhof Großropperhausen
Das Künstlerpaar Kristina Fiand und Ernst Groß lebt in einem großen, denkmalgeschützten Hof. Sie arbeiten gemeinsam als Holzbildhauer und bieten auch Kurse an.

Kunst und Werkhof
Großropperhausen
Knüllstr. 23
34621 Frielendorf 5
Telefon: 05684 6518
Mail: info@kunstwerkhof.de
Internet: www.kunstwerkhof.de

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Bauernhofeis aus Oberaula

Bäuerin Renate Willhardt ist ab sechs Uhr im Stall zum Kühe melken: denn ohne Milch kein Eis. Zehn Jahre stellt die Bäuerin jetzt schon Eis her. Das macht Sie zweimal die Woche, im Sommer auch häufiger. Dann steht Sie täglich mehrere Stunden in ihrem Eiskeller. Das Eis von Renate Willhardt ist begehrt. Bis zu 30 verschiedene Sorten gibt es, z.B. Rhabarber Joghurt, Baileys Karamell oder Rosensahne.

Teilweise hat sie die Rezepte selbst kreiert. Auch selbst gemacht ist ihr Rotkäppcheneis. Das hat sie extra für die Schwalm erfunden. Geschmacksrichtung ist Waldfrucht. Ihr Rotkäppcheneis ist auch außerhalb der Schwalm ein Verkaufsschlager. Renate Willhardt verkauft ihr Eis direkt am Hof in Oberaula oder sie ist mit ihrem Eiswagen unterwegs.

Weitere Informationen

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Bauernhof - Eis aus Oberaula
Hof Familie Willhardt
Bauernhof – Eis Willhardt GbR
Hersfelder Straße 11 a
36280 Oberaula
Telefon: 06628 686
Mail: bauernhofeis-aulatal@freenet.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Erlebnisreise Rotkäppchenland", 22.05.2018, 11:10 Uhr