Seit Jahren erlebt das Zweirad einen unglaublichen Boom, verkaufen sich Pedelecs wie warme Semmeln. Noch nie gab es so viele unterschiedliche Modelle und Typen, noch nie war die Bereitschaft zum Umstieg aufs umweltfreundliche Fahrrad so groß wie heute. Begonnen hat alles am 12. Juni 1817. Karl von Drais fährt mit seiner Laufmaschine von Mannheim nach Schwetzingen und zurück. Damit ist der Weg frei für die künftige pferdelose Mobilität. Wer war dieser Karl von Drais? Wie sah er aus? Die spannende Lebensgeschichte von Drais verknüpft der Film mit einer Spurensuche, die anhand einer Lebendmaske zur Rekonstruktion seines Gesichts führt. Daneben erzählt der Film Geschichten von Pionieren, die das Fahrrad heute, zwei Jahrhunderte nach der Erfindung der Laufmaschine, weiter voranbringen wollen, wie etwa Gerd Wiedemann. Der Eislinger Ingenieur bietet sogenannte Therapiebikes an, führt dabei Medizin- und Fahrradtechnik zusammen. Die zwei, drei oder vierrädrigen Pedelecs passt er an die speziellen Wünsche seiner Kunden an, zum Beispiel MS- oder Schlaganfallpatienten. So bleiben diese Menschen trotz Handicap mobil. Oder die Erfolgsgeschichte der Lastenräder. Sind sie eine der Lösungen für die Verkehrsprobleme moderner Großstädte? In den Niederlanden besucht Filmautor Hanspeter Michel Radwegeplaner und Visionäre wie die drei Brüder von Flevobike. Dort fahren in vielen Städten schon mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit, als mit dem Auto. Das Fahrrad ist nicht mehr wegzudenken: als cleveres, platzsparendes und nachhaltiges Fortbewegungsmittel, das schnell ist, fit hält und darüber hinaus Spaß macht. Die Dokumentation "Fahrradfieber - Wie Zweiräder die Welt erobern" erzählt die Erfolgsgeschichte dieser Mannheimer Erfindung - einer Erfindung mit einer großartigen Vergangenheit und einer vielleicht noch größeren Zukunft.