Als Udo Pörschke, dessen Eltern als Vertriebene nach dem Krieg eine neue Heimat in Süddeutschland fanden, beruflich nach Ungarn kam, ahnte er nicht, dass er dort einerseits eine neue Heimat finden würde, sich andererseits ein Stück Familiengeschichte wiederholen würde.

Er traf dort auf eine deutsche Minderheit, die einem Großteil der Menschen in Deutschland unbekannt ist, aber noch immer an den vor 300 Jahren mitgebrachten Traditionen und Tugenden festhielt. Sie teilte das Schicksal seiner Familie: die Vertreibung aus der Heimat, zu der Ungarn aber inzwischen für diese Minderheit längst geworden war.

Nach Jahren im südlichen Teil Ungarns, auch als „Schwäbische Türkei“ bekannt, hatte Udo Pörschke viele Freunde unten den Ungarndeutschen gewonnen und sich mit deren Schicksal und Kultur beschäftigt. So beschloss er, was er im Falle seiner Familie nicht mehr konnte, noch fehlende Zeitzeugen die Vertreibung der Ungarndeutschen betreffend ausfindig zu machen.

Und so führte ihn sein Weg auf den Spuren der Vergangenheit nicht nur an verschiedenen Orten in Ungarn, sondern auch nach Hessen, wo er in Hochheim und Frankfurt auf Zeugen der Vertreibung stieß. Während die älteren Menschen ihm unter Zuhilfenahme alter Bilder und Zeugnisse von ihren erschütternden und traurigen Erlebnissen erzählten, stellte er fest, wie sehr Heimat und deren Verlust sie ein Leben lang prägte und beschäftigte.

Der Film macht verschiedene Modelle sichtbar, wie Menschen mit diesem Verlust und dem Erlebten umgehen. Ebenso kommen die Ungarndeutschen zu Wort, die von der Vertreibung verschont blieben, aber die oftmals all ihr Hab und Gut verloren hatten und wegen ihrer Abstammung sprachlich und kulturell unterdrückt wurden. Udo Pörschke verdeutlicht die Auswirkungen der Vertreibung im Alltag der Ungarndeutschen bis zur heutigen Zeit.