Samba lebt seit zehn Jahren in Frankreich und hat einen bescheidenen Traum: Der Einwanderer aus dem Senegal möchte sich vom Tellerwäscher zum Koch hocharbeiten. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, dennoch geht er gerne zur Arbeit in einem Luxusrestaurant.

Als Samba eines Tages zufällig in eine Ausweiskontrolle gerät, rückt sein Ziel plötzlich in weite Ferne, denn die Behörden entziehen ihm ohne ersichtlichen Grund seine Aufenthaltsgenehmigung. Er wird ein "Illegaler". Hilfe erhofft sich Samba von einem Sozialdienst, der solche Fälle berät. Dort betreut ihn Alice, die gerade als Ehrenamtliche angefangen hat. Sie missachtet gleich den wichtigsten Rat ihrer erfahrenen Kollegin Manu, Distanz zu wahren, und gibt Samba sogar ihre Telefonnummer. Seine melancholische Art findet die Karrierefrau, die nach einem Burn-out ihr Leben verändern will, anziehend. Dass der Senegalese jeden Tag weg sein kann, lässt sie nicht kalt. Auch Manu wirft ihre Prinzipien über Bord und fängt etwas mit dem Algerier Wilson an, der sich als Brasilianer ausgibt, um mehr Erfolg bei den Frauen zu haben. Mit seinem neuen Freund zieht Samba nun von Job zu Job. Dabei müssen die beiden ständig auf der Hut sein, denn jede Razzia kann zur Abschiebung führen.

- Die Tragikomödie "Ziemlich beste Freunde" von Eric Toledano und Olivier Nakachee avancierte 2011 zum erfolgreichsten französischen Film aller Zeiten. In "Heute bin ich Samba" setzt das Regie-Duo drei Jahre später seine Zusammenarbeit mit César-Preisträger Omar Sy fort, der in der Rolle eines afrikanischen Einwanderers die Absurdität der Integrationspolitik durchlebt: Ausgerechnet jemand, der alles richtig macht, gerät unverschuldet in eine düstere Parallelwelt mit Arbeiterstrich und Behördenwillkür. Das Feel-Good-Movie zu einem ernsten Thema kam beim Publikum gut an. Alleine in Frankreich sahen mehr als 2,5 Millionen Zuschauer den Film im Kino.

Darsteller:
Samba Cissé: Omar Sy
Alice: Charlotte Gainsbourg
Walid dit Wilson: Tahar Rahim
Manu: Izïa Higelin
Jonas: Issaka Sawadogo
Marcelle: Hélène Vincent
Madeleine: Christiane Millet
und andere
Musik: Ludovico Einaudi
Kamera: Stéphane Fontaine
Drehbuch und Regie: Eric Toledano und Olivier Nakache