Der Film erzählt das Schicksal der Jesidin Najlaa Matto, die als junge Frau im Irak vom IS verschleppt und versklavt wurde. Najlaa Matto begibt sich nach ihrer Befreiung noch einmal auf eine Reise nach Kocho, ihrem Heimatdorf im Irak. Sie kehrt an den Ort zurück, an dem der IS sie drei Jahre zuvor zur Vollwaise machte und gefangen nahm. Najlaas Reise gleicht einer Prozession mit immer neuen Stationen, ist aber auch eine Wiederauferstehung. Denn Najlaa Matto sagt heute: „Ich bin stärker als der IS.“ In einem Flüchtlingscamp trifft Najlaa auf ehemalige Mitgefangene, allen voran ihre Cousine Lamya, die während ihrer Gefangenschaft zwei Töchter zur Welt brachte – Nachkommen, deren Väter die Mörder von Lamyas Eltern sind. Im Flüchtlingslager lebt auch Ayham, ein neunjähriger Junge, der als Vierjähriger entführt wurde und in einer IS-Familie aufwuchs. Auch nach seiner Befreiung ist der mittlerweile Achtjährige noch immer beeinflusst von der Gehirnwäsche der Islamisten. Der Dokumentarfilm von Düzen Tekkal zeigt die Geschichten von Frauen, die Opfer von Vergewaltigung als Kriegswaffe wurden, und erinnert an den Völkermord an den Jesiden.