Johannes Sander überrascht seine Frau Helen und seine Tochter Frances mit ein paar ruhigen und erholsamen Tagen am Meer. Zumindest ist das sein Plan. Doch bereits bei der Ankunft merkt Helen, dass etwas nicht stimmt. Sie wird von einer seltsamen Angst befallen und Erinnerungsfetzen tauchen vor ihren Augen auf. Im selben Haus wird parallel eine zweite Geschichte um eine andere Familie sichtbar - der kleine Junge Leon, dessen Mutter bei einem Autounfall stirbt und dessen Vater in der Trauer gefangen bleibt. Leon versucht den Vater mit Klaviermusik zu retten. Doch es kommt anders. Als Helen wiederholt einem seltsam vertrauten Fremden begegnet, der ebenso wie sie mit den Schatten seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, zerfließen zusehends die Übergänge zwischen Bewusstsein und Urlaubsrealität. Immer häufiger wird Helen nun von Bildfragmenten, Geräuschen, Tönen, Stimmen und Schmerzen heimgesucht. Ein traumatischer Prozess zwischen Erinnerung und Wirklichkeit beginnt, an einem Ort, der sie verändert. Johannes versucht, Helen davon zu überzeugen, das Geschehene im Dunkeln zu lassen. Doch Verdrängung ist nicht mehr möglich. Helen begibt sich tief in ihr Unterbewusstsein auf die Suche nach einer Antwort und trifft auf eine verstörende Wirklichkeit, die die Leben aller Beteiligten verbindet und gleichzeitig nachhaltig erschüttert. – Juliane Fezers Psychodrama erzählt feinsinnig eine berührende Geschichte über Verlust, Schuld, Verdrängung und Identität. „Meeres Stille“ entstand auf Basis des gleichnamigen Romans von Stefan Beuse. Fezers Debütfilm wurde mehrfach ausgezeichnet, so 2015 auf dem Nordic International Film Festival in New York für die beste Kamera. Charlotte Munck wurde als beste Schauspielerin geehrt.

Besetzung:
Helen Sander Charlotte Munck
Johannes Sander Christoph Grunert
Leon Kiefer Christoph Gawenda
Frances Sander Nadja Bobyleva
Wolf Kiefer Alexander Beyer
und andere
Musik: Nikolaj Hess
Kamera: Klaus Harnisch und Roman Sebastian Janke
Buch: Juliane Fezer
Regie: Juliane Fezer