Die Baleareninsel Menorca steht zu Unrecht im Schatten ihrer großen Schwester Mallorca: Auch hier gibt es schöne Strände, Städte zum Flanieren und sehr unterschiedliche Landschaften – es geht aber deutlich ruhiger und unspektakulärer zu.

Blick auf den Hafen von Ciutadella im Westen von Menorca.

Wer nicht ausschließlich zum Baden herkommt, kann die vielen Gesichter Menorcas leicht kennen lernen; nur fünfzig Kilometer liegen zwischen den beiden Städten Maó und Ciutadella, also zwischen Ost- und Westküste. So führt der "Pferdeweg", eine alte Reiterroute, in Abschnitten rund um die Insel, auf ihn trifft man im Süden genauso wie entlang der Nordküste.

Herrliche Ausblicke bieten sich von den Landhotels aus – und wenn dann dort noch ein prämierter Käse handgemacht wird, haben Besucher schon eines der wichtigsten Produkte des Biosphärenreservats Menorca kennen gelernt.

Ein anderes auffälliges Merkmal der Insel ist ihr Steinreichtum: Die Trockenmauern zwischen den Feldern prägen das Bild genauso wie die vielen gut erhaltenen steinernen Reste einer 4.000 Jahre alten Siedlungskultur. Bis heute hat sich die Tradition des Steineschleuderns erhalten: Die Filmautorin Dagmar Hase begleitet eine Marktfrau, die auch balearische Steinschleudermeisterin ist. Die sogenannten Foners Balears galten während der Antike als treffsichere Schützen und gaben den Balearen ihren Namen.

Wer kulinarische Köstlichkeiten sucht, wird in den Markthallen der Inselhauptstadt Mahón fündig.

Ein Film von Dagmar Hase