Michaela May gehört zu den beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands und steht seit ihrem siebten Lebensjahr auf der Bühne. Mit "Münchner Geschichten", "Monaco Franze" oder "Polizeiruf 110" wurde sie deutschlandweit bekannt. Auf einer Zeitreise durch ihre Heimatstadt München erzählt Michaela May ihre privaten Münchner Geschichten: über ihre zwei Ehen, ihre beiden Töchter und ihre langjährigen Freundschaften.

Münchner Altstadt-Panorama mit Blick auf die Frauenkirche und das Neue Rathaus.

Gertrud Mittermayr alias Michaela May kam 1952 als drittes von vier Kindern einer alteingesessenen Münchner Familie in Laim zur Welt. Beim Ballettunterricht wurde sie als Kinderdarstellerin entdeckt. Sie hatte erste Rollen und nahm auf Rat ihrer Agentur den Künstlernamen Michaela May an. Nach dem Schulabschluss machte sie trotz ihres schauspielerischen Erfolgs eine Ausbildung zur Erzieherin.

Fasziniert von der Studentenbewegung und dem Aufbruchsgeist der sechziger Jahre, zog es sie in die Welt hinaus. Sie war gerade auf einer Reise durch Afrika, als sie von Helmut Dietl das Angebot bekam, in den "Münchner Geschichten" mitzuspielen. Zunächst lehnte sie ab. Wegen einer Fahrzeugpanne musste sie die Reise abbrechen. Zurück in München nahm sie die Rolle dann doch an. Die Serie wurde ein Riesenerfolg und Michaela May zur gefragten Schauspielerin.

Sie heiratete den Münchner Rechtsanwalt Jack Schiffer und bekam mit ihm zwei Töchter. Alles schien in bester Ordnung. Als sie 2004 während der Dreharbeiten zum Münchner "Polizeiruf 110" den Regisseur Bernd Schadewald kennen- und lieben lernte, stellte sie ihr Leben infrage und beschloss, noch einmal ein neues Kapitel aufzuschlagen.