150 Millionen Euro Ernteausfälle für Hessens Landwirte, 100 Millionen alleine für die Wiederaufforstung der hessischen Wälder, mehr als 150 Millionen Euro durch Schäden nach Unwettern – das sind Zahlen einer ersten Schadensbilanz des Sommers 2019, die die hr-Dokumentation „Wie teuer ist der Klimawandel?“ nennt.

Die Folgen des weltweiten Klimawandels mit Temperatur-Rekorden, Hitzewellen und andauernder Trockenheit im Sommer werden zunehmend spürbar in Hessen. Die hr-Recherche widmet sich den Themen Wald, Landwirtschaft, Städte und Kommunen, berechnet die Kosten durch die vielen Unwetter und geht der Frage nach, wie sicher Hessens Trinkwasserversorgung in den heißen Sommermonaten ist.

Besonders dramatisch sind Ausfälle in der Forstwirtschaft. Die hr-Dokumentation zeigt den Preisverfall auf dem Holzmarkt. Demnach drohen Hessens Waldbesitzern Einnahmeeinbußen in Höhe von über 50 Prozent. Allein der Landesbetrieb Hessenforst rechnet mit Verlusten in Höhe von rund 20 Millionen Euro.

Was Städte zur Verbesserung des Stadtklimas tun können, zeigt der Film am Beispiel Frankfurts. Würden hier etwa alle Dächer, die sich dafür eignen, begrünt, müsste eine Stadt wie Frankfurt etwa 360 Millionen Euro aufwenden. Eine weitere Maßnahme gegen die Erhitzung der Innenstädte ist die Verwendung heller Straßenbeläge, die nur rund 10 Prozent mehr als herkömmliche Belege kosten.

Sendung: hr-fernsehen, "Hitze-Sommer - Wie teuer ist der Klimawandel", 18.09.2019, 21:45 Uhr