Die Filmautorin Susanne Mayer-Hagmann besucht Australiens beliebteste Museumseisenbahnen: Puffing Billy, Walhalla Goldfields Railway und die West Coast Wilderness Railway. Durch Australiens Süden reist sie dann nicht auf Schienen, sondern in der Luft. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts startete der erste Heißluftballon über Melbourne, und so ist es fast schon Tradition, zum Sonnenaufgang über die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zu schweben. Unten in der Millionenstadt rattert die City Circle Tram, eine historische Straßenbahn aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Touristen und Einheimische nutzen die kostenlosen Fahrten rings um die Innenstadt herum zu einer entspannten Sightseeing-Tour. Rund vierzig Kilometer südöstlich von Melbourne, in den Eukalyptus- und Farnwäldern der Dandenong Ranges, ist Puffing Billy zu Hause, Australiens wohl beliebteste Dampfeisenbahn. Auf der 24 Kilometer langen Strecke zwischen Belgrave und Gembrook sitzen die Passagiere auf den halboffenen Wagen. Die Originalstrecke des Puffing Billy wurde 1900 in Betrieb gesetzt. Sie ist eine von vier Schmalspursbahnen, die die Staatsbahn Victorian Railway zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Landesinnere gebaut hat. Eine zweite dieser Schmalspurbahnen ist die Walhalla Goldfields Railway, rund 180 Kilometer östlich von Melbourne. Sie führte einst von Moe bis Walhalla, eine der seinerzeit reichsten Goldgräberstädte Australiens. In den fünfziger Jahren wurde die Strecke stillgelegt. Heute ist Walhalla der Geheimtipp unter den Victorianern in Sachen Heimatgeschichte, und die Bahn fährt wieder als Museumsbahn durch die wilde Schlucht des Stringer's Creek. Eine dritte Museumsbahn liegt an der wilden Westküste von Australiens südlichstem Bundesstaat, der Insel Tasmanien: West Coast Wilderness Railway. Sie führt von der Kupferminenstadt Queenstown durch den Regenwald Tasmaniens nach Strahan, eine kleine Hafenstadt am Macquarie Harbour. Auf der Reise durch Australiens Süden trifft die Filmautorin Susanne Mayer-Hagmann in der Tierpflegestation Healesville Sanctuary auf all jene Tiere, die sie in Australien erwartet hatte, aber auf freier Wildbahn nicht zu Gesicht bekam. Außerdem besucht sie ein altes Sägewerk, das den ältesten Baum der Welt zersägt: Die Huon Pine, eine Kieferart, wächst nur in den Regenwäldern von Tasmaniens Westküste und steht heute unter dem Schutz der Unesco. Zu guter Letzt ist Susanne Mayer-Hagmann dabei, als Tasmanien einen neuen Weltrekord aufstellt: 114 Wasserskifahrer gezogen von einem einzigen Boot.