Chaos im Terminal: 200 Flüge wurden gestrichen. Mehr als 10.000 Passagiere hängen fest. Sie versuchen, ihre Tickets umzubuchen. Die Schlangen vor den Schaltern sind riesig. Catharina Jud ist Terminal Duty Managerin. Sie ist für die Sicherheit in den Terminals verantwortlich.

Sie versucht, das Chaos in den Griff zu bekommen. Die 46-Jährige unterstützt die Passagiere und tröstet auch. Denn die Fluggäste sind wütend und gefrustet. Viele von ihnen verpassen ihr Kreuzfahrtschiff. Eine Mutter aus Boston wollte zur Hochzeit ihrer Tochter. Die wird sie nun verpassen.

Grund für die Flugausfälle: eine Drohne. Eine noch unbekannte Person ist mit einer Drohne über den Flughafen geflogen. Der Flugbetrieb wurde eingestellt. "Das ist sehr gefährlich für Flugzeuge", sagt die Polizei und sucht mit Hubschraubern und mehreren Hundert Polizisten den Drohnenpiloten. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Zudem muss er für die ausgefallenen Flüge und umgebuchten Tickets finanziell aufkommen. Der Schaden dürfte heute bei mehr als einer Million Euro liegen.

Der Fahrerausbilder achtet auf jede Kleinigkeit

20.000 Fahrzeuge sind täglich auf dem Vorfeld am Frankfurter Flughafen unterwegs. Nur wer einen speziellen Führerschein hat, darf neben den Flugzeugen fahren. Maximilian Fiedler ist Fahrerausbilder. Nach einem Tag Theorie und einem Tag Praxis kann jeder die Vorfelderlaubnis bekommen - allerdings erst nach bestandener Prüfung.

Die Ausbildung ist anspruchsvoll, und nicht jeder besteht die Tests. Am Flughafen werden Verkehrsschilder auf die Straße gemalt, und Flugzeuge haben immer Vorfahrt. „Ein kleiner Fehler kann hier schnell Millionen kosten“, sagt Ausbilder Maximilian Fiedler.

(Der 11. Teil folgt am 7. August.)

Sendung: hr-fernsehen, "Mittendrin", 31.07.2019, 21.00 Uhr