Die Profi-Diebe Jo und Mario überreden den gerade aus dem Gefängnis entlassenen Tony zu einem neuen Einbruch. Zusammen mit dem Tresorspezialisten César wird der Juwelenraub minuziös geplant – und erfolgreich ausgeführt. Doch die Freude währt nicht lange.

Durch den leichtsinnigen César, der einem Bar-Mädchen ein erbeutetes Schmuckstück schenkt, kommt eine rivalisierende Gangsterbande von Brüdern der Millionenbeute auf die Spur. Ein erbitterter Bandenkrieg ist die Folge, bei dem alle, bis auf Tony, ihr Leben lassen. - Regisseur Jules Dassin war einst eine der großen Hoffnungen Hollywoods und hatte sich in den USA mit halbdokumentarischen Krimis und Gangsterfilmen wie "Zelle R 17" (1947), "Stadt ohne Maske" (1948), "Gefahr in Frisco" (1949) und "Die Ratte von Soho" (1950) einen Namen gemacht. Als Senator Joseph McCarthy auch in Hollywood begann, nach "anti-amerikanischen Umtrieben" zu fahnden, emigrierte der auf künstlerische Freiheit versessene Jules Dassin nach Paris, wo er sich mit dem Sensationserfolg "Rififi" bestens einzuführen wusste. Der dokumentarische Realismus seiner amerikanischen Filme verbindet sich hier wirkungsvoll mit dem psychologischen Raffinement und den leisen Zwischentönen der französischen Filmtradition. Das Ergebnis: eine pessimistische Gangsterballade von düsterem Reiz - mit "Helden", die als verzweifelte Einzelgänger durch eigene Schuld oder Schwäche an ihrer Einsamkeit und den Gesetzen des Staates zerbrechen. Einmalig in der Geschichte des Thriller-Genres ist die fast halbstündige Einbruchsszene, die ganz ohne Dialoge und Musik gedreht wurde. "Rififi", der Slang-Ausdruck für "Rauferei" oder "Ärger", ging nach diesem Film in den allgemeinen Sprachgebrauch ein für ein "raffiniert ausgeklügeltes Verbrechen".

Darsteller:
Tony: Jean Servais
Jo: Carl Möhner
Mario Ferrati: Robert Manuel
César: Jules Dassin
Mado: Marie Sabouret
Louise: Janine Darcey
Rémi Grutter: Robert Hossein
Louis Grutter: Pierre Grasset
Pierre Grutter: Marcel Lupovici
Viviane: Magali Noel
und andere
Drehbuch: René Wheeler
und Auguste Le Beton
Kamera: Philippe Agostini
Musik: Georges Auric
Regie: Jules Dassin