Der Rigaer Ostseestrand in Jurmala, nur 20 Kilometer von der lettischen Hauptstadt entfernt, ist berühmt für seine Holzhausarchitektur – eine Sommerfrische, die ihren Charme trotz modernster Neubauten zwischen den Datschen noch nicht eingebüßt hat. Genau wie Rigas Altstadt: sie ist ein Schmuckkästchen, ein Bilderbuch der Baustile vom Mittelalter bis zum Jugendstil.

Nach langer Zeit unter fremder Herrschaft können die Letten seit Anfang der 1990er Jahre ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen, ihre kulturellen Traditionen mit der europäischen Moderne versöhnen. Besonders gut gelingt das zum "Ligo-Fest": Wer rund um die Sommersonnenwende in Riga ist, sollte unbedingt den Gräsermarkt am Dom besuchen. Drei Tage vor der Johannisnacht werden hier Blumen- und Eichenlaubkränze für das Fest verkauft. Wer dann in der Nacht der Nächte raus aufs Land fährt, erlebt eine fast mystische Feier am Johannisfeuer.