Die britische White Star-Linie hat sich beim Bau ihres neuen Luxusdampfers "Titanic" finanziell übernommen, die Jungfernfahrt des Ozeanriesen im April 1912 soll daher so spektakulär verlaufen, dass sich die Reederei wirtschaftlich sanieren kann. Der Präsident des Unternehmens, Ismay, nimmt sogar persönlich an der Fahrt teil, und mit ihm schifft sich weiteres illustres Publikum ein, darunter Lord Astor, der insgeheim gegen Ismays Pläne spekuliert.

Auch viele einfache Leute treten im Zwischendeck als Auswanderer die Reise nach New York an. Ismay erwartet einen neuen Geschwindigkeitsrekord, darum lässt Kapitän Smith das Schiff mit voller Kraft weiterfahren, als auf der Nordatlantik-Route treibende Eisberge gemeldet werden. Alle Warnungen seines 1. Offiziers Petersen sind vergeblich; so kommt es zu einer Katastrophe, als die "Titanic" mit einem Eisberg zusammenstößt und ihr Rumpf unterhalb der Wasserlinie weit aufgerissen wird. Das angeblich unsinkbare Schiff beginnt zu sinken, an Bord bricht Panik aus, die Rettungsboote reichen nicht entfernt für die vielen Passagiere ...

Höhepunkt des Films ist die eindrucksvolle Darstellung der Katastrophe. Gedreht wurde größtenteils auf dem deutschen Luxusdampfer "Cap Arcona" in der polnischen Hafenstadt von Gdingen bei Danzig, die von den deutschen Besatzern in "Gotenhafen" umbenannt wurde; Regisseur Herbert Selpin wurde noch vor Abschluss der Dreharbeiten auf Grund einer Denunziation verhaftet und Ende Juli 1942 erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden.

Als der Film Ende 1943 in Deutschland starten sollte, fiel das Filmtheater samt der Premierenkopie einem Luftangriff zum Opfer. Propagandaminister Joseph Goebbels verbot anschließend die Aufführung: Die eindringliche Darstellung der "Titanic"-Katastrophe hätte das Kinopublikum wohl nahe liegende Vergleiche mit dem Untergang deutscher Städte im Luftkrieg ziehen lassen.

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Darsteller:
Sigrid: Sybille Schmitz
Gloria: Kirsten Heiberg
Petersen, 1. Offizier: Hans Nielsen
Sir Bruce Ismay: Ernst Fritz Fürbringer
Lord Astor: Karl Schönböck
Hedi, Maniküre: Monika Burg
Kapitän Smith: Otto Wernicke
Henderson: Franz Schafheitlin
und andere
Drehbuch: Walter Zerlett-Olfenius,
nach einem Entwurf von Harald Bratt
Musik: Werner Eisbrenner, Hubert Pataky
Kamera: Friedl Behn-Grund
Regie: Herbert Selpin und Werner Klingler

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