Im Moment der Geburt beginnt für die Menschen ebenso wie für die Tiere eine einmalige und gefährliche Reise. Einige müssen die härteste Bewährungsprobe ihres Lebens bereits kurz nach der Geburt bestehen.

Die Küken der Nonnengänse in Grönland stürzen sich mehr als 100 Meter in die Tiefe, lange bevor sie fliegen können. Andere müssen sich erst als Erwachsene beweisen, wie die australische Pfauenspinne: Das kleine Spinnenmännchen tanzt im wahrsten Sinne um sein Leben, um sich paaren und für Nachwuchs sorgen zu können.

Die Sendereihe setzt die aufregendsten Überlebenskämpfe der Tierwelt in Szene. Im tropischen Dschungel schlüpfen winzige Gottesanbeterinnen aus dem Eikokon. Vom ersten Moment an vollkommen auf sich gestellt, müssen sie extrem vorsichtig sein – denn der Feind lauert in den eigenen Reihen: die Geschwister. Gottesanbeterinnen leben kannibalisch, also empfiehlt es sich, die Familie schnellstmöglich hinter sich zu lassen.

Junge Erdmännchen in Südafrika haben im Vergleich dazu ein äußerst gemütliches Zuhause. Im Familienverband verbringen die Kleinsten wohlbehütet ihre Kindheit. Doch im Alter von etwa zwei Monaten muss das junge Weibchen lernen, eigenständig für Futter zu sorgen. Erdmännchen fressen besonders gern Skorpione, doch die teilen schmerzhaft aus mit Zangenbissen und ihrem unberechenbaren Giftstachel.

Buckelwal-Babys müssen von Geburt an schwimmen – und zwar riesige Strecken. Innerhalb von sechs Wochen geht es mit der Mutter 4.800 Kilometer weit von den Gewässern seiner Geburt vor Hawaii bis hinauf in die Arktis. Der junge Wal ist zu hundert Prozent auf den Schutz und die Milch seiner Mutter angewiesen. Doch das Weibchen wird plötzlich von fremden, aggressiven Männchen umworben. Der kleine Wal droht, zwischen die Fronten zu geraten.


(Der 2. Teil folgt am 10. Dezember.)