In der zweiten Folge der Naturdokumentation geht es um die Überlebensstrategien der Tiere, die in Madagaskars extrem trockenen Regionen zu Hause sind. Einfallsreich begegnen sie den lebensfeindlichen Bedingungen. Diesen Teil Madagaskars haben sich die Kattas als Heimat erobert. Kattas gehören zu der anpassungsfähigsten Lemurenart. Sie lebt in Familienverbänden und doch gibt es strenge Hierarchien.

Junggesellen sind auf sich gestellt und müssen darum kämpfen, in einer neuen Familie aufgenommen zu werden. Ein junges Fossamännchen wartet unter einem Paarungsbaum auf ein Weibchen. Und es gibt weitere Herausforderungen, denen sich die heranwachsenden Lemuren stellen müssen: Riesige Würgeschlangen wie die Madagaskar Boa stellen ihnen nach. Mancherorts müssen sie das Revier mit dem größten Raubtier der Insel teilen: der Fossa, einem Lemurenjäger! Erstmals und in beeindruckenden Bildern dokumentiert der Film die Paarungszeit der eleganten Räuber. Der Lebensraum des Parson Chamäleons sind die dicht bewaldeten Regenwälder Madagaskars. Viele Monate haben Thomas Behrend und sein Team auf der Insel vor der Ostküste Afrikas verbracht. Sie kletterten zu den Kattas in Karsthöhlen hinab, warteten wochenlang auf die Paarungszeit der Fossa und begleiten das extrem kurze Leben eines Laborde Chamäleons. Die Tiere Madagaskars teilen ein Schicksal: Durch Brandrodung für Ackerbau und Viehzucht hat die Insel bereits 90 Prozent ihrer ursprünglichen Lebensräume verloren. Gibt es eine Überlebenschance für Katta, Fossa und Chamäleon?