Heinz Humbach, Jahrgang 1928, stammt aus einer kommunistischen Familie. Sein Vater war bereits 1933 von den Nazis verhaftet worden und verbrachte mehrere Monate im Zuchthaus. Die Familie gehörte zu einer Widerstandsgruppe in Köln, dem "Nationalkomitee Freies Deutschland", die Bedrängten half: verfolgten Kommunisten, Zwangsarbeitern, Deserteuren und Juden.

Sie nahmen von der Deportation bedrohte Menschen in ihrem Haus auf und versorgten sie, so gut es ging, mit Lebensmitteln. Auch die Nachbarn halfen mit. Das ging einige Zeit gut, bis die Gestapo Mitglieder der Widerstandsgruppe aufspürte, festnahm und unter Folter zu Aussagen zwang.

So stieß die Gestapo auch auf Heinz Humbachs Eltern, mit denen er Ende November 1944 im Alter von 16 Jahren verhaftet wurde. Sie landeten im Sondergefängnis und wurden mit dem weiteren Vorrücken der US-Armee immer wieder verlegt. Schließlich konnten sie in Gießen von den Amerikanern befreit werden. Schon im Mai 1945 war Heinz Humbach Mitbegründer der KPD in Wetzlar. Er starb im Juni 2004 in Köln.