Urlaub in Südeuropa - für viele ein sicheres und zugleich traumhaftes Reiseziel. Aber was, wenn es plötzlich brennt am Horizont? Und das Feuer kommt direkt auf Sie zu! So erging es der Filmemacherin Katrin Reichwald 2017 in einem abgelegenen, portugiesischen Dorf. Mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern gelingt ihr die Flucht vor den Flammen. Doch 66 Menschen sterben durch den verheerendsten Waldbrand in der Geschichte Portugals. Das Land steht unter Schock. Die Welt berichtet. Spätestens seit dem letzten Jahr gehören Waldbrände rund um den Globus zum Bild des Sommers. Doch die Gründe für die wachsende Bedrohung sind unterschiedlich. Nicht selten hat der Mensch das Ausmaß selbst in der Hand. Durch das Schicksal mit den Bewohnern des Dorfes verbunden, entscheidet sich die Filmemacherin nach ihrem Urlaub noch einmal zurückzukehren. Sie möchte verstehen, wie es zu einem Feuer in dieser Dimension kommen konnte. Stück für Stück dringt der Film tiefer in die Zusammenhänge und den großen Zwiespalt des Landes ein - wirtschaftliche Interessen gegen das Wohl der Menschen. Über ein halbes Jahr begleitet der Film die 37 Bewohner des Dorfes. Eine kleine Gemeinschaft, die in ihrer größten Krise zueinander findet. Mit dem Gefühl, von der Regierung allein gelassen zu werden, initiieren sie gemeinsam ein wegweisendes Projekt, das sie vor den Folgen von Klimawandel und Globalisierung schützen soll. Die hohe Brisanz der Waldbrände weltweit und die persönliche Sicht der Betroffenen machen diesen Film besonders sehenswert.