Wilfried Hiller ist einer der meist gespielten deutschen Bühnenkomponisten der Gegenwart. "Der Goggolori. Eine bairische Mär mit Musik" stammt ebenso aus seiner Feder wie die Fernsehoper "Niobe", die Lebensballade "Wolkenstein" und die Kirchenopern "Augustinus" und "Der Sohn des Zimmermanns". Zusammen mit Michael Ende hat er darüber hinaus in seiner eigenen, unverwechselbaren Tonsprache eine Vielzahl populärer Musiktheaterwerke für Kinder geschaffen - "Norbert Nackendick", "Das Traumfresserchen". Astronomie, Zahlensymbolik, bildende Kunst und Lyrik beflügeln ihn. Die Neugier auf Neues, Fremdes, die Erweiterung des musikalischen Spektrums um außereuropäische Einflüsse zeichnen sein Schaffen aus. Gleichzeitig hat Hiller keine Angst vor "Ohrwurm-Qualitäten". Ein klemmender Scheibenwischer konnte ihn genauso zu einer Komposition inspirieren wie der legendäre Boxkampf zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier. Wilfried Hiller holt sich seine Ideen aus vielen Bereichen der Kunst, der Philosophie und aus dem Alltag. Dorothee Binding und Benedict Mirow porträtieren den ungewöhnlich facettenreichen Komponisten und Musikvermittler. Bestandteil der Dokumentation sind auch sehr persönliche Aufnahmen des Sohnes und Kameramannes Amadeus Hiller.