Der Olavsweg, der im Jahr 2010 zum Europäischen Kulturweg erklärt wurde, führt von der Hauptstadt Oslo durch die wilden Landschaften Norwegens nach Trondheim. Dort liegt seit dem Jahr 1030 der Heilige Olav begraben.

Über seinem Grab wurde der Nidarosdom errichtet. Als König einte Olav einst das Land und bekehrte die Wikinger zum Christentum. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen. Im Mittelalter war der Olavsweg fast ebenso wichtig wie der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Für lange Zeit geriet die Pilgerroute in Vergessenheit. Im Jahr 1997 wurde sie offiziell wiedereröffnet.

Der britische Buchautor und Wanderer Bradley Mayhew macht sich auf den Olavsweg nach Trondheim. Mayhew beginnt seine Wanderung an Norwegens Fjorden und erreicht in der Olympiastadt Lillehammer die Hauptroute des Olavswegs. Das Gudbrandsdal, das längste Tal Norwegens, und das Dovrefjell-Gebirge sind weitere Stationen der Wanderung.

In ihrem Verlauf erlebt Mayhew unter anderem Proben zum Peer-Gynt-Festival. Im Mittelpunkt des größten norwegischen Kulturfestivals steht die Aufführung des "Peer Gynt" auf einer großen Freilichtbühne vor der beeindruckenden Kulisse der ostnorwegischen Bergwelt.

Mit einem Ranger begibt sich Mayhew später auf die Suche nach der letzten wilden Population des europäischen Bergrentiers. Zu Sehen ist, wie aus dem abgelegten Winterfell eines der seltenen Moschusochsen die feinste Textilfaser der Welt gesponnen wird.

Ein Film von Rolf Lambert