Da war Tobi. Und seine Zwillingsschwester Anni. Tobias ist kleinwüchsig, seine Schwester Ann-Kathrin normalgroß. Neun Jahre sind vergangen, seitdem wir beide in Oberursel getroffen haben.

Tobias steht dazu, dass er ein loses Mundwerk hat – denn "irgendwie muss man sich ja bemerkbar machen, wenn man klein ist." Ann-Kathrin ist zwar größer, stand aber trotzdem immer im Schatten ihres Bruders und wünschte sich als Kind sehnlichst, auch einmal im Mittelpunkt zu stehen. Die beiden sind heute 21 Jahre alt und erzählen vom Aufwachsen mit Tobias' Behinderung, von Schicksalsschlägen, die sie gemeinsam gemeistert haben, und warum es für einen kleinen Mann schwierig ist, eine Freundin zu finden.

"Was wurde aus… Tobi" erzählt die Geschichte einer ganzen besonderen Beziehung zweier Geschwister weiter. Wie Tobis Zukunft aussieht, ist ungewiss, denn seine Kleinwuchsart ist selten und weitgehend unerforscht. Tobias hat keine Knie und keine Oberschenkel. Die Ärzte vermuten, dass sich seine Hüfte versteifen und er irgendwann im Rollstuhl sitzen wird. Dadurch lässt sich Tobias aber nicht davon abhalten, Pläne zu schmieden: "Ein Job als Fotograf, ein schönes Haus, eine gesunde Familie, ein oder zwei Kinder – so stelle ich mir meine Zukunft vor", sagt er.

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Wie sind die Geschichten nach Drehschluss weitergegangen? Wie geht es den Kindern von damals? Diese Frage stellt sich die Reihe "Was wurde aus…?". Wir treffen Menschen wieder, die als Kinder von ihren Hoffnungen, Träumen und ihren Zielen erzählt haben. Was ist aus ihnen geworden? Jahre später erzählen wir ihre Geschichte weiter.

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Sendung: hr-fernsehen, "Was wurde aus...?", 27.01.2021, 21:45 Uhr