Im Oktober 2007 bricht eine Expedition auf in ein Gebiet der westlichen Sahara, das man wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte als "vergessene Wüste" bezeichnen kann. Es ist eine menschenleere Region voller ungelöster Rätsel und bizarrer Orte, die keiner Fernsehkamera bisher zugänglich war.

Das Wissenschaftler-Team vertraut sich der Führung einer Mannschaft an, die aus Mitgliedern der Widerstandsorganisation Polisario besteht. Die ehemalige spanische Kolonie Westsahara zieht sich von der Grenze Marokkos knapp 800 Kilometer nach Süden. Seit 1975 ist der größere Teil von Marokko besetzt und mit einem 1.200 Kilometer langen verminten Wall abgeriegelt. Die Forscher wollen nun im unbesetzten Teil bis zur Südgrenze vorstoßen. Sie fragen sich: Gibt es Belege, dass diese Einöde vor Jahrtausenden ebenfalls grün und besiedelt war wie die Ostsahara, bevor ein dramatischer Klimawandel sie austrocknete? Was bedeuten die geheimnisvollen Monumente und Artefakte, die die Polisario den Wissenschaftlern zeigen wollen? Es ist eine Reise mit vielen Risiken und Mühen: 3.000 Kilometer raue, teilweise tückische Wüstenpiste, Tagestemperaturen von weit über 40 Grad im Schatten und steil aufragende Granitfelsen, die die Forscher nur kletternd erkunden können. Aber auch ein Trip voller Entdeckungen - die, wie sich zeigt, nicht alle erfreulich sind.


Ein Film von Wolfram Schiebener