Im Baltikum liegen die längsten Strände der Ostsee. Hunderte Kilometer weißer Sand, bis zu fünfzig Meter hohe Dünen und der Baltische Glint - ein steiles, an der Wasserlinie aufragendes Kalksteinplateau - wechseln einander ab.

Ein Riese namens Töll soll der Sage nach diese Landschaften geschaffen haben. Mit großen Eiszeitfindlingen habe er wie mit Murmeln gespielt, breite Sandstrände aufgeschüttet und Buchten geformt. Gemeinsam mit Tausenden, vielfach unbewohnten Inseln prägen sie die herausragend schöne und im restlichen Europa wenig bekannte baltische Ostseeküste. Der erste Teil der zweiteiligen Naturdokumentation zeigt die Naturschönheiten wie die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, die romantischen Strände der lettischen Ostsee oder die Inselwelten Estlands. Immer wieder fasziniert die menschenleere und fast unberührte Natur. Im Winter bringen Ringelrobben auf dem Packeis ihre Jungen zur Welt.

Die Hengste der Konik-Wildpferde liefern sich im Frühling erbitterte Kämpfe, und durch die Dünenwälder fliegen farbenprächtige Blauracken, die nirgendwo weiter nördlich in Europa vorkommen. Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung. Auf den Inseln rund um Saaremaa in Estland jagen Kegelrobben nach Fisch. Sie teilen sich den Archipel mit der größten Seeschwalbe Europas, der Raubseeschwalbe. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Ostseeküste der drei baltischen Länder aus luftiger Perspektive, und extreme HD-Zeitlupen gewähren besondere Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner. Einfühlsam porträtieren die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild die einzigartige baltische Küste.