Obwohl er seit seiner Entstehung ständig schrumpft, ist der Chiemsee heute Bayerns größter See. 73 Meter misst er an seiner tiefsten Stelle, und über 80 Quadratkilometer spannt sich seine Wasserfläche am Fuße der bayerischen Alpen.

Vor 10.000 Jahren wurde der Chiemsee aus einem sterbenden Gletscher geboren, und er wird heute von mehreren Flüssen wie der Tiroler Ache, der Prien und dem Lachsgang gespeist, allerdings hat er nur einen einzigen Abfluss – die Alz bei Seebruck. Der See mit seinen drei Inseln – Herreninsel, Fraueninsel und Krautinsel – und seiner beeindruckenden Alpenkulisse lockt jährlich eine halbe Million Urlauber an. Ebenso viele Zugvögel rasten am See auf Ihrer Reise gen Süden bzw. Norden.

"Bayern Erleben – Der Chiemsee" stellt die Lebewesen, die am und im See leben vor und zeigt, wie empfindlich der Kreislauf der Natur auf Störungen durch den Menschen reagiert. Dabei wird Erstaunliches und noch nie Gesehenes vorgestellt: Große Raubfische, die in Blumenwiesen herumschwimmen, winzige Säugetiere, die Schilf ernten, spazierfreudige Zebramuscheln, blau leuchtende Pilzmückenlarven, rosa Flamingos und der größte Wasserfloh der Welt gehören zu den Akteuren dieses etwas anderen Porträts des "Bayerischen Meers".

Die Protagonisten des Filmes sind Haubentaucher, Hecht und - die Stechmücke. Die Insekten sind dem Menschen äußerst lästig und werden am Chiemsee auch in großen Vergiftungsaktionen bekämpft. Aber Mücken, Eintagsfliegen & Co. sind unentbehrlich im Naturhaushalt und eine wichtige Nahrungsgrundlage für unzählige Seebewohner. Der Film stellt die Zusammenhänge in aufwändig produzierten Bildern vor.