Jedes Jahr kommen mehrere Tausend junge Ukrainer nach Polen, um dort zu arbeiten. Der Grund sind fehlende Perspektiven in ihrer Heimat. Sie bringen viel Hoffnung und Ehrgeiz mit, aber auch viel Unsicherheit.

Zum Beispiel Wolodia: Der 23-Jährige kam vor drei Jahren nach Warschau. Seine junge Frau war schwanger und als er in Polen ankam, hatte er weder Geld noch Kontakte. Inzwischen arbeitet er in einer kleinen Pizzeria, wo ihm auch privat geholfen wird. Sein Kind wurde mit Behinderungen geboren und nun hofft er, seine Tochter und seine Frau nachholen zu können. Wolodia reist regelmäßig in die Westukraine, um dort seine Familie zu sehen und sein Visum zu verlängern. Seine junge Schwester lebt auch schon in Polen. Hilfe für die Neuankömmlinge gibt es unter anderem im Ukrainski Dom in Warschau. Das ist die zentrale Anlaufstelle für Ukrainer, die Hilfe brauchen. Auch Polen kommen dorthin, die nach Arbeitskräften suchen. Oft ist der erste Anlaufpunkt für Ukrainer aber der „Arbeitsstrich“ in Piaseczno. Frühmorgens schon stehen dort ukrainische Männer und Frauen mit der Hoffnung auf Arbeit. Inzwischen leben mehr als eine Million Ukrainer in Polen. Der Film porträtiert junge Ukrainer, die sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft gemacht haben.

Ein Film von Olaf Bock